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Andacht - „Von den Wurzeln zu den Früchten“

12. 9. 2004 - Jiří Silný

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Das Gespräch in dem Workshop ( <b>&bdquo;Von den Wurzeln zu den Früchten&ldquo;</b> und zurück. Austauschmöglichkeit für Menschen, die sich aus chritlicher Motivation bei attac engagieren. Dresden, 31.7. 2004, Attac Sommerakademie) Gruppe zeichnete, wenn wir es rückläufig beobachten, einen Weg auf dem wir uns in unserem Engagement zwischen Kirche und Politik bewegen.
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Oft teilten wir unsere <b>Betroffenheit </b>miteinander, die Erlebnisse des Elendes oder der Ungerechtigkeit die uns erschütert haben und ein Leidensdruck erzeugt haben. In unserem Projekt theology-factory.net ist das auch ähnlich - wir tauschen uns zuerst über unsere Betroffenheit aus, lernen die konkrete Lage der marginalisierten Leuten kennen, denken auch über diese Art motivation nach - die Gedanken des tschechischen Philosophen Jan Patočka, der nach einem Verhör der Staatspolizei starb, über die &bdquo;Solitarität der Erschütterten&ldquo; geschrieben hatte, haben uns dabei geholfen.
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Wir sprachen dann über verschiedene Vorbilder, über nichtkanonisierte <b>Heilige</b>, Menschen wie Dorothee Sölle, Bischof Gaillot (?), Marin Luther King, Bischof Romero, Nelson Mandela&hellip;. Es gibt deren viele, jeder haben wir solche Gestalten, die uns was zu sagen haben und die uns zeigen, das man doch frei und kraftvoll gegen Unrecht auftreten kann und auch vieles erreichen kann. Es gibt freilich die Gefahr, die Versuchung, dass man sich selbst als zu schwach und isoliert empfindet und keinen Mut um sich zu angagieren aufbringt - aber oft ist es eher so, dass diese Zeugen (Märtyrer) uns eher Mut machen und uns zum Mitstreiten bewegen. Es geht eben darum, aus der gleichen Quelle des Mutes und der Kraft zu schöpfen - der Quelle des Geistes. Die Kraft verändert unser Leben, gibt es Richtung, Sinn und Bedeutung, schafft Gemeinschaft, indem uns zusammenführt und bewegt uns die ungerechten Umstände zu ändern.
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Wir haben viel darüber gesprochen, wie wenig die herkömlichen Strukturen und Institutionen behilflich und dienlich für die Bewegung zur Gerechtigkeit hin sind, weil sie wahrscheinlich zu viel mit den vergangen Zeiten verbunden sind. Die Zeiten, die ändern sich aber schneller und schneller, alles ist im <b>Wandel</b> begriffen und wenn die Kirchen noch mitwirken wollen müssen sie sich auch verwandeln, wir brauchen etwas wie eine neue Reformation, die den Glauben zeitgemäss nicht nur artikuliert, aber vor allem praktiziert - und dass heisst sicher nicht nur auf der ebene der individuelln Frommigkeit oder der geschlossenen Gemeinschaft, sondern dort wo die Strukturen des Unrechtes und der Ausbeutung die Leben von unzähligen Menschen ins Elend stürzen.
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Der Wandel der Gesellschaften und Kulturen und die Komplexität der Entwicklungen, die in dem Sammelbegriff Globalisierung Ausdruck finden, sind Gott sei dank undurchschaubar und auch nur bedingt steuerbar. So entstehen Lücken und Schwachpunkte, wo auch eine konzentrierte Kraft vieler schwachen Menschen vieles bewirken kann. Deshalb sind wir eigentlich hierhergekommen, damit wir soviel wie möglich über die Ursachen der Probleme und über die möglichen Alternativen lernen und Vebündete finden. So werden wir zu besseren Werkzeugen der Gerechtigkeit und des Friedens. Der Geist, die Weisheit, wenn wir uns öffnen, kann uns dann zeigen, wann und wo es <b>kairos</b> gibt, die Zeit zum Bekennen (processus confessionis) und zum handeln.
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Jiří Silný
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