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Europäische Christen beraten über die Globalisierung

25. 4. 2005 - TISKOVÁ ZPRÁVA

Im Angesicht der Globalisierung

Visionen - Alternativen - Strategien

PRESSEMELDUNG vom 7.3.2005: Europäische Christen beraten über die Globalisierung

“Die globalisierende Wirtschaft vernichtet die menschlichen Beziehungen und bürdet die Risiken dem Individuum auf. Das war die Hauptbotschaft der Konferenz, die unter dem Titel „Im Angesicht der Globalisierung; Visionen - Alternativen - Strategien“ vom 2.-6.3.2005 in Čelákovice bei Prag stattfand. Diese Beratungen wurden von der Ökumenischen Akademie in Prag und dem Forschungsnetzwerk für Arbeit und Wirtschaft (WEN) in Verbindung mit der Konferenz der europäischen Kirchen organisiert. Es war die Folge-veranstaltung der zwei vorherigen Konsultationen, die als Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung durch die ökumenische Bewegung in Europa organisiert wurde: in Budapest 2001 für die Kirchen in Mittel- und Osteuropa und in Soesterberg (NL) 2002 für Westeuropa.

55 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus allen Regionen Europas, aus den Kirchen, Lokalinitiativen, Universitäten und sozialen Bewegungen gestalteten einen Dialog, wie man den negativen Aspekten der Globalisierung begegnen kann. Das Ziel war zum Aufbau der hoffnungsvollen Alternativen beizutragen - eher als die gut bekannten Kritkpunkte zu wiederholen. Die Konsultation konzentrierte sich auf die Untersuchung der Probleme und das Suchen der Alternativen auf Gebieten:

  • Ernährung, Landwirtschaft und das Leben auf dem Lande

  • Arbeit, Einkommen und Zeit

  • Soziale und wirtschaftliche Rechte

  • Handelsmärkte: lokale und globale Alternativen

  • Multinationale Gesellschaften und ökonomische Demokratie

Die globalisierende Wirtschaft zeigt Tendenzen zu immer mehr “Anpassung” von verschiedenen Lebensaspekten. Sie macht auch aus Grundbedürfnissen Wünsche, die unerfüllbar sind. Diese zwei Prozesse schaffen Gefahr für die menschlichen Beziehungen und führen zu einer Wirtschaft, die ökologisch destruktiv und gesellschaftlich unhaltbar ist. Die Alternativen müssen das Zusammentreffen der Grundbedürfnisse kombinieren - mit einer starken Betonung der menschlichen und sozialen Werte als Gegenstück zu der bloßen Marktbetonung. Mit einem solchem Denkansatz gibt es Mittel und Wissen, die einen Unterschied ausmachen können.

Die Suche nach Alternativen zur Globalisierung in der gegenwärtigern Form hat ihre Wurzeln in persönlicher Erfahrung. Für viele Leute und in vielen Ländern sind solche Alternativen im Wachsen. Sie gehen hinaus über die Strategien des Überlebens, die in den extremen Situationen der Armut, des Hungers und der Mar-ginalisierung der Menschen und Gruppen sich auf die meist negative Art zeigen. Es wurde auch gezeigt, dass der Aufbau von Alternativen zur gegenwärtigen Globalisierung eine positive Bedeutung für das Leben der Einzelnen und auch Gruppen gibt. Im diesen Prozess sind die Wiederentdeckung der Solidarität und des gegenseitigen Teilens wichtige Elemente.

Christlicher Glaube und Tradition rufen die Christen auf, zu antworten auf Armut und die Zerstörung der Menschenwürde und zu einer Gemeinschaft, die die ökonomische Globalisierung begleitet. Die Konferenz untersuchte das Verständnis von Wirtschaft in der Bibel und der Tradition. Diese betonen ganz klar, dass eine unkontrollierte Wirtschaft zu wachsender Ungleichheit, Armut und Verelendung führt. Die Notwendigkeit sich permanent einzumischen und die Negativen Auswirkungen anzuprangern und der Einsatz für eine andere, realistischere Wirtschaft ist für Christen und Kirchen ein starker Beweggrund. Diese Einmischung soll in Richtung weltweite Gerechtigkeit und Ökologische Nachhaltigkeit gehen.

Die Beratung hat es für notwendig befunden, Solidarität zu organisieren und zu schaffen mit dem Ziel, einen neuen politischen Rahmen für die Wirtschaft und den Schutz der sozialen Rechte zu schaffen. Es wurde festgestellt, dass die Kirchen und die ihnen angeschlossenen Organisationen zu diesen beiden Aufgaben ihren Beitrag leisten sollen.

 

 
 
 
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